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Abarth
Die Geschichte des Abarth liesse sich am besten bei 200km/h auf einer
Rennstrecke erzählen.
Dort wo die Leidenschaft für Motoren, Geschwindigkeit und Rennen so sehr spürbar
ist, dass sie jeden mit sich reisst.
Carlo Abarth, Geschwindigkeit im Blut
Die Geschichte von Carlo
Abarth ist eine Erfolgsgeschichte des Rennsports und Rennwagendesigns. Schon als
Kind interessiert sich Abarth beim Spielen vor allem für die Welt der Motoren -
eine Leidenschaft zu der sich das Talent und der Sinn für echte Innovationen
gesellten. Für diese Leidenschaft verbrachte dieser Mann den Grossteil seiner
Zeit entweder auf der Rennstrecke oder in der Werkstatt und vergass darüber
manchmal gar Freunde und Familie.

Die Anfänge als
Unternehmer
Der Zweite Weltkrieg war das verheerendste Ereignis, das die "moderne
Menschheit“ je erlebt hat. In diesen Jahren wurde Karl italienischer
Staatsbürger und floh nach Jugoslawien, wobei er unsichere Gebiet nach
Möglichkeit mied. Aber gerade bei dem Versuch, die Erinnerungen an den Krieg zu
vergessen erlitte Abarth einen Unfall, der seine Laufbahn als Rennfahrer
beendete und den Anfang seiner künftigen Laufbahn als Unternehmer bedeutete.
Seine ersten Erfahrungen machte er in einem kleinen Turiner Unternehmen,
Cisitalia (Consorzio Industriale Sportivo Italia). Diese Zeit diente dem jungen
Talent in vielerlei Hinsicht als Vorbereitung für seine eigenen Karriere.
Die Geburt von Abarth
& Co
Abarths Weg zum Erfolg war nicht immer einfach. Mindestens vier Mal in seinem
Leben musste er, aus verschiedenen Gründen, wieder von vorne beginnen.
Die Geburt der Abarth & Co im Jahre 1949 war der Enttäuschung über den Konkurs
des vielversprechenden Unternehmens Cisitalia geschuldet. Doch gerade diese
Erfahrung, die Abarth als Angestellter erlebte, half ihm, eine neue Seite in
sich selbst zu entdecken: Seine Fähigkeiten als Unternehmer und Ideenlieferant
für die Industrie.

Das Jahrzehnt der Wende
Für Abarth waren die 1950er Jahre eine Zeit voller Siege, Auszeichnungen und
neuer
Rekorde.
In diesem Jahrzehnt
expandieren Unternehmen und Mitarbeiterzahl. Die Verkäufe von Tuningsets
erreichen Rekordumsätze.
Eine unaufhaltsame Zeit des Wachstums und der Expansion der Marke Abarth in der
ganzen Welt. Die Exporte erreichten bis zu 10% des Jahresumsatzes. Aber Carlo
Abarth, mittlerweile beinahe 50 Jahre alt, ruhte sich keineswegs auf seinen
Lorbeeren aus. Selbst nach 1955, als das Unternehmen beinahe wörtlich in die
"legendäre Phase“ eintrat, verschrieb er sich mit Leib und Seele seiner Arbeit.
Die Jagd nach Erfolg
1955-1958. In diesen Jahren erreicht Abarth wohl den Höhenpunkt seiner
Popularität.
Nach den Erfolgen auf der Rennstrecke und als Rennwagendesigner wandte sich
Abarth der breiteren Öffentlichkeit zu und stellte seine ersten
Kleinwagenentwicklungen vor, die man heute wohl als "Sub-Compact Car“ bezeichnen
würde. Dazu gehörte der 750 GT ebenso wie der legendäre 500 Abarth, für den der
berühmte Spruch "piccola ma cattiva“
("klein aber wild“)
geprägt wurde, der schon bald in den Volksmund einging.
Das goldene Zeitalter des Skorpions
Die 1960er Jahre waren das goldene Zeitalter des Skorpions. Eine glückliche
Zeit, geprägt durch noch mehr Siege und Rekorde, in der der Name "Abarth“
synonym für Leistung, Innovation, Tuning und Gewinnergeist stand.
In dieser Zeit entstanden Ausdrücke wie "Was war das? Ein Blitz? Nein, ein
Abarth“ oder "Mach’ mir einen starken Kaffee, am besten einen Abarth-Kaffee“
usw.
Die 1970er
Der Name Abarth war mittlerweile im Gedächtnis aller Autofahren eingebrannt und
das Firmenimage spiegelte die Persönlichkeit von Karl Abarth wider.
Doch obwohl immer mehr Trophäen und Patente die Vitrinen des Unternehmens
zierten, wurde das Geld knapp.
Eine Unternehmenspolitik im "Abarth-Stil“, die weniger an Gewinne dachte als an
Erfolge, vor allem in einem so kostspieligen Bereich wie dem Rennsport,
veranlasste Abarth dazu, die Firme vollständig im Fiat-Konzern aufgehen zu
lassen, mit dem er seine letzten, legendären Wagen schuf.
Die Legende kehrt zurück. Klein aber wild. Seien auch Sie Abarth. |  |