INSTANDSTELLUNG
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Allgemeines
Will sich eine Bauweise im Markt etablieren, muss die Reparatur gewährleistet
sein. Kleinere oder grössere Schäden gehören zu einem "Autoleben". Was bei einem
"Exotenfahrzeug" wie z.B. Ferrari durchaus funktioniert, macht bei einem
Serienmodell keinen Sinn: Lange Reparaturwege und die Monopolstellung eines
einzelnen Anbieters können einen potentiellen Käufer eher abschrecken als zum
Kauf animieren.
Ein gut funktionierendes Netz an Reparaturbetrieben, welche Arbeiten an
Alucarrosserien ausführen können, ist deshalb nicht zuletzt wichtig im Interesse
von Fahrzeugherstellern, Versicherungen und natürlich Fahrzeughaltern.
Die Reparaturfreundlichkeit von neuen Automobilen nimmt permanent zu. Auch für
Fahrzeugkonstruktionen aus Aluminium trifft diese Aussage uneingeschränkt zu.
Fahrzeugelemente, welche gezielt dazu verwendet werden, Energie zu absorbieren,
können von einem Fachmann rasch und kostengünstig ausgewechselt werden.
Fachkompetenz
Wer ein technisch hochstehendes Produkt wie ein Automobil erwirbt, will den
vollen Gebrauchs- und Wiederverkaufswert erhalten. Ein Automobil ist ein
Gebrauchsgegenstand, der aufgrund seiner Einsatzart mit Sicherheit nicht von
Schäden verschont wird.
Die guten Materialeigenschaften machen nicht nur ein problemloses Recycling
möglich, auch eine Reparatur ist ohne Probleme auszuführen.
Anforderungen
Im Deformationsverhalten ist Aluminium mit Stahl nicht vergleichbar. Die Kräfte
wirken nur sehr örtlich und eine Schadendiagnose ist daher einfacher.
Aluminiumspezifischen Faktoren muss bei der Instandstellung unbedingt Rechnung
getragen werden.
Grosse Materialunterschiede kommen von Hersteller zu Hersteller vor. So ist den
Reparaturanweisungen der Fahrzeughersteller unbedingt Rechnung zu tragen.
Aufgrund der unterschiedlichen Legierungen darf beispielsweise ein Honda unter
gewissen Umständen rückverformt werden, während bei AUDI deformierte Teile
unbedingt zu ersetzen sind.
Bei Klein- und Bagatellschäden kann, wie bei konventionellen
Stahlcarrosserien auch, von aussen ausgebeult werden. Mittels eines
Bolzenschweissgerätes wird ein Stift schonend auf das Alublech aufgeschweisst
und anschliessend rückverformt.
Auch beim Lackieren muss beachtet werden, dass keine Stahlpartikel in den
Untergrund gelangen, ansonsten eine elektrolytische Kontaktkorrosion entstehen
kann.